Lokalen LINBO-Boot einrichten
Da LINBO auf jedem Client auch im lokalen Cache installiert ist, lässt es sich alternativ so einrichten, dass Betriebssysteme über ein lokales GRUB-Bootmenü direkt gestartet werden können. Damit kann die LINBO-Oberfläche umgangen und nur bei Bedarf gestartet werden.
Erstellen Sie hierzu im ersten Schritt eine gruppenspezifische Datei unter /var/linbo/menu.lst.<gruppe>, die zum Beispiel folgenden Inhalt hat1:
timeout 3 default 0 title WINDOWS starten root (hd0,0) chainloader +1 boot title LINBO starten root (hd0,2) kernel /linbo quiet vga=771 initrd /linbofs.gruppe.gz
Der Dateiinhalt folgt der Syntax einer Konfigurationsdatei für den Bootloader GRUB . Im Beispiel wird das Bootmenü 3 Sekunden lang angezeigt. Wenn in dieser Zeitspanne keine Benutzerauswahl erfolgt, wird automatisch das erste definierte Betriebssystem (WINDOWS) gestartet. Will man ein Image erstellen oder das Betriebssystem synchronisiert starten, navigiert man mittels Pfeiltasten auf den zweiten Menüpunkt LINBO und startet so in die LINBO-Oberfläche.
Wichtig: Im LINBO-Abschnitt der gruppenspezifischen menu.lst-Datei muss gegebenenfalls die root-Partition (Cache-Partition lt. start.conf) angepasst werden. Im Beispiel ist dies die dritte Partition (hd0,2) der Festplatte (GRUB beginnt mit dem Zählen bei Null!). Außerdem muss natürlich der Gruppenname in der Zeile nach initrd angepasst werden.
Damit obiges Bootmenü auf den Clients angezeigt wird, sind jedoch noch weitere Schritte notwendig.
Nachdem die gruppenspezifische menu.lst-Datei erzeugt wurde, muss der lokale Client-Cache aktualisiert werden. Booten Sie also den Client noch einmal per PXE. In der LINBO-Oberfläche klicken Sie auf Imaging und loggen sich mit dem LINBO-Passwort ein. Betätigen Sie nun die Schaltfläche Cache aktualisieren, wählen Sie die Option Update mit Rsync und starten Sie die Aktion mit OK.
Ist die Cache-Aktualisierung abgeschlossen, starten Sie den Client neu und stellen im BIOS die Bootreihenfolge so um, dass der Client nicht mehr vom Netzwerk sondern von Festplatte bootet.
Beim Neustart nach Abspeichern der geänderten BIOS-Einstellungen bootet der Client lokal aus dem Cache und zeigt das zuvor definierte GRUB-Bootmenü an.
1) Ab linuxmuster-linbo 1.99.6 gibt es keine gruppenspezifischen linbofs-Dateien mehr, deshalb muss der LINBO-Eintrag in der menu.lst wie folgt lauten:
title LINBO starten root (hd0,2) kernel /linbo quiet vga=771 initrd /linbofs.gz
Attachments
-
cache-aktualisieren.png
(7.1 KB) -
added by tschmitt 3 years ago.
-
bootmenue.png
(4.3 KB) -
added by tschmitt 3 years ago.


