7.4. Integration von Linux-Clients
Es werden zwei debianbasierte Distributionen als
Clientbetriebssysteme der paedML Linux 4.0 unterstützt:
Für die optimale Anbindung an den paedML Linux 4.0 Server wird ein
Softwarepaket zur Verfügung gestellt, bei dessen Installation alle
notwendigen Anpassungen vorgenommen werden:
LDAP-Authentifizierung, damit sich die auf dem Server angelegten
Benutzer am Client anmelden können;
automatisches Einbinden der vom Server exportierten
Samba-Freigaben bei der Anmeldung am Client als
cifs-Dateisystem.
Benutzer können sich somit auf dem Client grafisch einloggen und
finden ihre auf dem Server abgelegten Dateien und Tauschordner im
Homeverzeichnis. Benutzer-Einstellungen werden im Homeverzeichnis
dauerhaft gespeichert und stehen somit auf allen Arbeitsstationen im
Schulnetzwerk zur Verfügung.
Dank der cifs-Dateisystems finden die Benutzer in ihrem
Heimatverzeichnis ein vollwertiges unix-Dateisystem vor. Alle Benutzer-IDs
und Dateiberechtigungen werden transparent vom Serverdateisystem
übernommen.
Schüler/innen können lokal als root arbeiten, ohne dass Benutzerdaten auf
dem Server kompromittiert werden. Auf den per cifs-Dateisystem gemounteten
Serververzeichnissen hat der lokale root keine Superuserrechte und zum Mounten
eines fremden Benutzerheimatverzeichnisses wird immer das jeweilige
Benutzer-Passwort benötigt.
Überprüfen Sie vor der Installation, ob bei der Partitionierung der
Clientfestplatte eine Swappartition eingerichtet wurde. Korrigieren Sie
gegebenenfalls die Partitionierung mit dem Partitionierungstool des
Imagingsystems.
Voraussetzung für die Installation des Clientpakets ist, dass das
Betriebssystem netzwerkfähig eingerichtet wurde, die grafische Oberfläche
funktioniert und der Client die Rechneraufnahme durchlaufen hat.
Internetverbindung wird außerdem vorausgesetzt.
Bevor das Clientpaket installiert werden kann, muss der
paedML-Release-Schlüssel, mit dem die paedML-Pakete signiert sind,
importiert werden. Laden Sie dazu zuerst die Schlüsseldatei herunter
...
# wget http://pkg.lml.support-netz.de/paedml-release.asc
... um diese dann in das Paketsystem zu übernehmen:
# apt-key add paedml-release.asc
Den erfolgreichen Import des Schlüssels quittiert die Konsole mit
einem OK.
Nun müssen die Paketquellen in der Datei /etc/apt/sources.list um folgenden Eintrag
ergänzt werden:
# paedML Clientpaket deb http://pkg.lml.support-netz.de/client ./
Nach Anpassung der sources.list aktualisieren Sie mit dem
Befehl
# aptitude update
die Paketlisten. Anschließend sollten Sie mit einem
# aptitude dist-upgrade
die
Distribution auf den aktuellen Stand bringen.
Jetzt kann das Clientpaket installiert werden:
# aptitude install linuxmuster-client
Nach Absetzen dieses Befehls, wird zunächst eine Liste der
abhängigen Pakete angezeigt, die automatisch mitinstalliert werden.
Bestätigen Sie die Auswahl mit "Ja", werden alle Pakete heruntergeladen
und installiert.
Lesen Sie in den folgenden Abschnitten, wie sich der weitere Ablauf
der Installation distributionsspezifisch gestaltet. Nach Ende der
Installation ist ein Neustart des Clients zwingend erforderlich.
Sollten nachträglich Änderungen an den Installationsdaten notwendig
werden, so kann das Clientpaket mit dem Befehl
# dpkg-reconfigure linuxmuster-client
neu
konfiguriert werden.
Anmerkung
Bei Ubuntu-Systemen erhält der während der Installation
eingerichtete Benutzer lokale Administrationsrechte. Berücksichtigen Sie
diesen Sachverhalt, indem Sie einen entsprechenden Benutzernamen
vergeben (zum Beispiel linuxadmin).