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5.4. LVM

Vorab einige Informationen zu LVM, die dem LVM-Howto von Markus Hoffmann entnommen wurden.

LVM ist die Abkürzung für Logical Volume Manager und bezeichnet eine Funktion, die es ermöglicht, ein Dateisystem über mehrere Partitionen und Festplatten zu verteilen. Das funktioniert auch nach dem Anlegen eines Dateisystems, sogar wenn schon Daten darin abgespeichert wurden. Dazu wird das Dateisystem auf einer virtuellen Partition, einem so genannten Logical Volume, angelegt. Man kann einer zu kleinen Partition, die mit LVM verwaltet wird, nachträglich freien Speicherplatz zuweisen. Voraussetzung ist allerdings, dass die betreffenden Partitionen schon als Logical Volumes angelegt wurden. LVM kann nicht nachträglich auf bereits bestehende Partitionen angewandt werden.

Ein LVM-System besteht aus drei Ebenen: dem Physical Volume, der Volume Group und dem Logical Volume.

  • Ein Physical Volume und ist eine gewöhnliche Festplattenpartition (also zum Beispiel /dev/hdb1 oder /dev/sda2), die unter die Verwaltung des LVM gestellt wird.

  • Eine Volume Group bezeichnet den logischen Zusammenschluss mehrerer Physical Volumes zu einem großen Speicherpool. Eine Volume Group kann auch nachträglich mit neu angelegten Physical Volumes erweitert werden.

  • Ein Logical Volume bezeichnet eine virtuelle Partition, die Teil einer Volume Group ist. Ein Logical Volume kann sich daher über mehrere gewöhnliche Partitionen erstrecken. Wie eine Volume Group kann auch ein Logical Volume nachträglich vergrößert oder verkleinert werden.

Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie die Größe bestehender Logical Volumes anpassen können und wie Sie zusätzliche Festplatten einbinden können.

Weitere Informationen zu LVM finden Sie im deutschen LVM-Howto unter http://www.linuxhaven.de/dlhp/HOWTO/DE-LVM-HOWTO.html.

Version 4.0