Vorab einige Informationen zu LVM, die dem LVM-Howto
von Markus Hoffmann entnommen wurden. LVM ist die Abkürzung für Logical
Volume Manager und bezeichnet eine Funktion, die es ermöglicht,
ein Dateisystem über mehrere Partitionen und Festplatten zu verteilen. Das
funktioniert auch nach dem Anlegen eines Dateisystems, sogar wenn schon
Daten darin abgespeichert wurden. Dazu wird das Dateisystem auf einer
virtuellen Partition, einem so genannten Logical
Volume, angelegt. Man kann einer zu kleinen Partition, die mit
LVM verwaltet wird, nachträglich freien Speicherplatz
zuweisen. Voraussetzung ist allerdings, dass die betreffenden Partitionen
schon als Logical Volumes angelegt wurden.
LVM kann nicht nachträglich auf bereits bestehende
Partitionen angewandt werden. Ein LVM-System besteht aus drei Ebenen: dem Physical
Volume, der Volume Group und dem
Logical Volume. Ein Physical Volume und ist eine
gewöhnliche Festplattenpartition (also zum Beispiel /dev/hdb1 oder /dev/sda2), die unter die Verwaltung
des LVM gestellt wird. Eine Volume Group bezeichnet den logischen
Zusammenschluss mehrerer Physical Volumes zu
einem großen Speicherpool. Eine Volume Group kann
auch nachträglich mit neu angelegten Physical
Volumes erweitert werden. Ein Logical Volume bezeichnet eine
virtuelle Partition, die Teil einer Volume Group
ist. Ein Logical Volume kann sich daher über
mehrere gewöhnliche Partitionen erstrecken. Wie eine Volume
Group kann auch ein Logical Volume
nachträglich vergrößert oder verkleinert werden.
Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie die Größe bestehender
Logical Volumes anpassen können und wie Sie
zusätzliche Festplatten einbinden können. Weitere Informationen zu LVM finden Sie im deutschen LVM-Howto unter
http://www.linuxhaven.de/dlhp/HOWTO/DE-LVM-HOWTO.html. |